Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einer Begrüßung des Moderators und Wissenschaftsjournalisten Ingolf Baur.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der das Forum Gesundheitsstandort Baden-Württemberg im Jahr 2018 ins Leben gerufen hat, betonte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung des dort entwickelten Präventionspapiers, aus dem die Präventionsallianz Baden-Württemberg hervorgegangen ist: „Wir wollen, dass die Menschen in Baden-Württemberg gesund bleiben. Und weil wir Gesundheitsförderung und Prävention nur übergreifend und gemeinsam angehen können, haben wir die Präventionsallianz auf den Weg gebracht“.
Kretschmann würdigte zudem die erfolgreiche Arbeit des Forums und die Fortschritte der vergangenen Jahre: „Wir haben seit dem Bestehen des Forums viel erreicht. Beispielsweise, wenn es um die digitale Versorgung geht. Eine Video-Sprechstunde ist längst keine Besonderheit mehr. Auch die Zentren für Personalisierte Medizin, die Therapien maßschneidern, gehören mittlerweile fest zur medizinischen Versorgung der Spitzenklasse. Aktuell arbeiten wir an verbesserten Möglichkeiten für die Gesundheitsdatennutzung, um an innovativer Medizin von morgen zu forschen und vorne dabei zu sein. Dieser Vorstoß in der Regulatorik kann auch als Blaupause für das Bundesrecht dienen. Auch auf europäischer Ebene haben wir durch das Forum viele Verbesserungen erreicht, beispielsweise im Bereich der Medizinprodukte“, so Kretschmann.
Bei der Veranstaltung erhielten die Gäste auch einen Einblick in die neue THE LÄND-Kampagne „Europe’s No. 1 Innovation Region“. In der Kampagne werden verschiedene “Hidden Champions” der baden-württembergischen Gesundheitsindustrie vorgestellt.
Es folgte ein Grußwort von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken, in dem sie die Innovationskraft der Gesundheitsindustrie ihrer Heimat Baden-Württemberg hervorhob und das Jahresthema Prävention sowie die Bedeutung des Forums als Plattform für Vernetzung und Austausch unterstrich.
Im Anschluss sprach der Longevity und Blue-Zone-Experte Markus Lauk in seiner Keynote über das Thema „Blue Zones: Die Orte der Hundertjährigen und was wir von ihnen lernen können“. Er nahm das Publikum dafür mit auf eine Reise in Regionen mit besonders hoher Lebenserwartung – etwa nach Okinawa in Japan – und zeigte auf, was wir von diesen Lebensweisen für unsere eigene Gesundheitskultur lernen können.
Nach einer kurzen Kaffeepause begann die erste Podiumsdiskussion unter dem Titel „Politik im Dialog – Von der Konzeption zur Umsetzung – Entwicklung und Erreichtes des Forums Gesundheitsstandort?“.
Dazu begrüßte Moderator Ingolf Baur auf dem Podium:
Anschließend nutzten die Teilnehmenden vor Ort und online die Möglichkeit, ihre Fragen an die Diskussionsrunde zu richten.
Passend zum Veranstaltungsthema – Prävention und Gesundheitsvorsorge – sorgte Bewegungstrainerin Nicki Hofrichter mit ihrer aktiven Pause für neue Energie im Saal.
Wie Prävention in Zukunft aussehen könnte, stand anschließend im Mittelpunkt der zweiten Podiumsdiskussion, bei der Expertinnen und Experten unterschiedlicher Einrichtungen diskutierten:
Auch hier hatten die Teilnehmenden im Saal und im Livestream die Gelegenheit, Fragen zu stellen und eigene Impulse einzubringen.
Zum Abschluss lud der „Markt der Möglichkeiten“ zu Begegnung und Austausch ein. Auf der begleitenden Ausstellungsfläche präsentierten Unternehmen und Initiativen aus Baden-Württemberg ihre innovativen Projekte und Präventionsangebote im Gesundheitsbereich.
Die Bandbreite reichte von Eat What You Need e. V., einer Initiative, die sich für gesunde Ernährung während einer Krebserkrankung engagiert, über den Arzneimittel-Großhandel Alliance Healthcare und den Bosch Health Campus, der alle Einrichtungen und Aktivitäten der Robert Bosch Stiftung im Bereich Gesundheit vereint, bis hin zu MEDI:CUS, einem Landesprojekt zum Aufbau einer sicheren, datenschutzkonformen und cloudbasierten Gesundheitsdateninfrastruktur für eine vernetzte Versorgung. Weitere Aussteller waren die AMERIA AG, die ihre Medical Assistant App auf dem Maverick AI Laptop präsentierte – einem berührungslos steuerbaren, 3D-fähigen Touchscreen zur anschaulichen Darstellung von Organen. Die DRV und die Reha-Zentren zeigten ein Hightech-Körperanalysegerät, während die Trainingsinseln ihre Tools zur Sturzprävention vorstellten – darunter eine Gleichgewichts-App zur Analyse und spezielle Trainingsgeräte zum Ausgleich festgestellter Defizite. Auch die Techniker Krankenkasse war mit ihrer AIMO-Bewegungs-App vertreten.
Der Markt bot einen lebendigen Einblick in die Vielfalt, Innovationskraft und Stärke der Präventionsangebote in Baden-Württemberg und machte deutlich, wie engagiert Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Wirtschaft und Versorgung gemeinsam an einer gesünderen Zukunft für den Gesundheitsstandort arbeiten.