Johannes Sarx, Geschäftsführer der BIOPRO Baden‑Württemberg GmbH, bei der auch die Geschäftsstelle des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg angesiedelt ist, eröffnete die Veranstaltung. Er betonte, dass es wichtig sei, Kräfte zu bündeln, neue Partnerschaften zu ermöglichen und Qualität zu fördern.
In den Impulsen am Vormittag wurde Prävention aus unterschiedlichen Perspektiven greifbar: Mit der Vorstellung von „Gesunde Gemeinde – Gesunde Stadt“ (Sophia Keßler und Carolyn Kurz, Kreisgesundheitsamt Reutlingen) stand die kommunale Ebene im Fokus. Anschließend zeigte Karin Lambert (DKFZ), wie betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich umgesetzt werden kann – am Beispiel des DKFZ, das hierfür mit dem Corporate Health Award 2024 ausgezeichnet wurde.
Ein zentraler Programmpunkt waren die drei Pitchsessions, die die Bandbreite der Präventionsangebote in Baden-Württemberg in drei Themenbereichen erlebbar machten:
- Früher erkennen, besser vorsorgen: neue Wege, Prävention stärker in die Versorgung zu integrieren – von Screening- und Diagnoseansätzen bis zu digitalen Unterstützungen.
- Werkzeugkasten Gesundheit: praxisnahe Prävention für Körper und Geist – von Bewegung und mentaler Gesundheit bis hin zu digitaler und regionaler Gesundheitsförderung.
- Gesundheitskompetenz stärken: Ansätze, die Menschen befähigen, Gesundheit selbstbestimmt zu gestalten – informiert, aktiv und vernetzt, auch im digitalen Gesundheitssystem.
Im anschließenden Recap im Plenum wurden die wichtigsten Impulse aus den Pitchsessions gebündelt, bevor die Mittagspause Raum für Austausch und neue Kontakte bot.
Am Nachmittag setzte der Impuls „Apotheke neu gedacht“ (Sarah Pfister, Fontane Apotheke Freiburg, und Dr. Michael Kunkel, Dr. Kunkel Apotheken) einen weiteren Akzent: niedrigschwellige Zugänge, neue Rollen und Kooperationen können Prävention im Alltag noch stärker verankern – gerade bei jungen Menschen.
In den anschließenden Workshops arbeiteten die Teilnehmenden konkret an Fragen, die für die Zukunft entscheidend sind: bessere Vernetzung bestehender Angebote, förderliche Rahmenbedingungen, mehr Sichtbarkeit und Reichweite sowie Messbarkeit von Qualität und Wirkung. Der gemeinsame Abschluss im Plenum machte deutlich, wie viel Potenzial in der Zusammenarbeit liegt. Ein besonderes Highlight war die Präsentation des Graphic Recordings (Katrin Werner), das zentrale Gedanken und Ergebnisse des Tages anschaulich zusammenführte.
Der „Marktplatz der Prävention“ zeigte eindrücklich: Prävention in Baden‑Württemberg ist vielfältig, innovativ und bereit für den nächsten Schritt – wenn Akteurinnen und Akteure ihre Erfahrungen teilen, voneinander lernen und gemeinsam an wirksamen Lösungen arbeiten.