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Digitale, ambulante Fernüberwachung von COVID-19 Patienten

Verwendung von digitalen Fernüberwachungs- und Fernbehandlungslösungen als wichtiger Baustein bei der Bekämpfung der COVID-19-Pandemie in Baden-Württemberg

Die Zahl der weltweit und der in Deutschland an dem neuen Coronavirus SARS-CoV-2 erkrankten Menschen steigt. Trotz der erheblichen Fortschritte in der Digitalisierung ist die ambulante Versorgung der COVID-19 Patientinnen und Patienten in der Praxis zur Zeit immer noch auf analoge Methoden ausgerichtet und leidet an limitierter, digitaler Vernetzung. Die vorliegende, neue Projektförderung der digitalen, ambulanten Fernüberwachung von COVID-19 Patientinnen und Patienten kann durch digitale und telemedizinische Technologien in der Pandemie direkt unterstützen und schützen.

Sogenannte Remote Patient Monitoring Systeme (RPM) erlauben es, den Zustand von Risikogruppen, Infizierten und Erkrankten auch von der Ferne aus zu begleiten und zu kontrollieren. Diese engmaschige und flächendeckende medizinische Kontrolle wird per App, oder bei Pflegebedürftigen automatisch durch einen Telefonserver, ermöglicht. Es werden dabei Vitalparameter wie Puls, Atemfrequenz, Körpertemperatur und Allgemeinzustand sowie Sauerstoffsättigung erhoben. Der zuständige Arzt oder das Gesundheitsamt können diese Daten auf einer übersichtlichen Benutzeroberfläche einsehen. Der Datenschutz bleibt dabei zu jedem Zeitpunkt gewahrt.

Mit diesem Projekt wird durch konkrete Maßnahmen schon nach einem Monat ein kurzfristiger Mehrwehrt für Baden-Württemberg erzielt. Hausärztinnen und -ärzte und betroffene Bürgerinnen und Bürger werden mit digitalen RPM-Systemen ausgestattet und mit der Kompetenz zur ambulanten Fernüberwachung angelernt. Damit können COVID-19 Patientinnen und Patienten und Risikogruppen frühzeitig entweder in die klinische Versorgung oder in den Lebensalltag überführt werden. Für Bürgerinnen und Bürger in BW werden diese neuen digitalen Möglichkeiten auf diese Weise flächendeckend zugänglich gemacht, auch in Pflegeheimen.

Eine Innovation ist erst dann eine Innovation, wenn sie bei den Bürgerinnen und Bürger ankommt – das ist die Philosophie des Forums GSBW. Bislang ist eine digitale, ambulante Patientenüberwachung, die flächendeckend für BW geschaffen wurde, noch nicht existent. Das RPM-System schafft aber nicht nur diese, sondern begleitet und betreut die gesamte „Patienten-Reise“ vom Gesundheitsamt über die Hausärztinnen und -ärzte in die Krankenhäuser und Intensivstationen und bildet diese ab. Auch die Wirtschaft in BW wird von einem innovativen Aspekt profitieren. Die ambulanten Daten der medizinischen RPM-Kontrolle werden in Echtzeit mit der Datenerfassung für positiv Getestete, für stationäre Klinikbelegung und für COVID-19 T-Zell Immunstatus gekoppelt und regional angepasst und visualisiert. Dadurch kann der Pandemie-Risikostatus frühzeitiger und verlässlicher erhoben werden. Somit können notwendige einschränkende Maßnahmen für Gesellschaft und Wirtschaft regional planbarer festgelegt oder gelockert werden. Zudem wird eine Innovationskultur als Boden weiterer digitaler Innovationen geschaffen und Baden-Württembergs Rolle als Vorreiter digitaler Lösungen im Gesundheitswesen untermauert.

Seiten-Adresse: https://www.forum-gesundheitsstandort-bw.de/projekte/ministerium-fuer-soziales-und-integration-2/verwendung-von-digitalen-fernueberwachungs-und-behandlungsloesungen-als-wichtiger-baustein-bei-der-bekaempfung-der-covid-19-pand