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Versorgung in ländlichen Regionen

Südbaden Health Network - Digitale Ressourcen für die Weiterentwicklung der landärztlichen Tätigkeit

Südbaden Health Network hat das Ziel, die ländliche medizinischen Versorgung durch exzellente akademische Ausbildung in Verbindung mit modernen Informationstechnologien zu verbessern. Mit dem Projekt werden in den unterversorgten Regionen Südbadens Strukturen ausgebaut, durch die die Attraktivität der medizinischen Ausbildung, der späteren Weiterbildung und der langfristigen Existenz in diesen Regionen erhöht wird. Die Corona-Pandemie hat den dringenden Handlungsbedarf weiter verschärft, denn eine wohnortsnahe hausärztliche Versorgung in den ländlichen Regionen ist zu ihrer Bekämpfung und Behandlung (z. B. für Diagnostik, Prävention, Impfungen, Restitution) unerlässlich.

Zu dem Projekt, das sich an Medizinstudierende, Ärzt/-innen in Weiterbildung und aus dem Ausland zugewanderte Ärzt/-innen richtet, gehören eine praxisorientierte Aus- und Weiterbildung mit exzellentem Mentoring bei Famulaturen, Praktischem Jahr und ländlicher Weiterbildung. Ländliche Ärzt/-innen werden gezielt für langfristige Mentorenschaft ausgebildet. Professionelle akademische und interprofessionelle Netzwerkstrukturen in den ländlichen Regionen werden u. a. durch interaktive digitale Plattformen in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Freiburg aufgebaut. Der Schwerpunkt liegt dabei auf digitalen Lösungen zur nachhaltigen horizontalen Vernetzung innerhalb der Zielgruppen (etablierte Hausärzt/-innen; Ärzt/-innen in Weiterbildung usw.), unter Einschluss von Organisationen wie zum Beispiel der kassenärztlichen Vereinigung, dem Kompetenznetzwerk Baden-Württemberg, Lehrkrankenhäuser und Kammern. Vernetzungen mit lokalen Akteuren, Praxisübernahmen und die Konzeption neuer Unternehmensformen in der ambulanten Versorgung werden gefördert und Kooperationen mit Startups und industriellen Partnern unterstützt, die neue Technologien im Bereich eHealth für eine bessere ländliche und primärärztliche Versorgung entwickeln. Die digitalen Ausbildungs- und Mentoringkonzepte mit erfahrenen Landärzt/-innen, ermöglichen die weitere Rekrutierung junger Ärzt/-innen für eine Tätigkeit auf dem Lande während der Pandemie und darüber hinaus.

Als Teilprojekt wird der Einsatz von „Point-of-Care Ultraschall“ (POCUS) erlernt. Diese moderne Lungenultraschall-Untersuchung bietet neue diagnostische Möglichkeiten bei COVID, insbesondere für die verbesserte Versorgung älterer Patienten in Pflegeheimen, in häuslicher Umgebung und Praxen. Digitale Kooperation mit Expert/-innen aus Universitätskliniken spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Validierung eines Trainings für POCUS ermöglicht die Implementierung dieser landesweit einsetzbaren Methodik in den Versorgungsalltag.

Seiten-Adresse: https://www.forum-gesundheitsstandort-bw.de/projekte/ministerium-fuer-wissenschaft-forschung-und-kunst-2/suedbaden-health-network-digitale-ressourcen-fuer-die-weiterentwicklung-der-landaerztlichen-taetigkeit