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Vom Forschungsinstitut ans Krankenbett: Wie funktioniert Translation?

Die Wanderausstellung „Gemeinsam für Gesünder“ des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg ist vom 3. bis 8. November zu Gast in der Universitätsstadt Freiburg. Während die Ausstellung im Freiburger Hauptbahnhof besucht werden kann, öffnet das Universitätsklinikum Freiburg seine Pforten und lädt am 3. November ab 17:30 Uhr in den Hörsaal der Frauenklinik zur Auftaktveranstaltung zum Thema: „Translation neu gedacht: Wie kommt Innovation in die Medizin?“ ein. Interessierte sind herzlich willkommen!

Am Gesundheitsstandort Baden-Württemberg wird nicht nur eine aktive Forschungskultur und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Klinik, Forschung und Industrie gelebt. Hier sitzen auch verschiedene Spitzenzentren für Hochleistungsmedizin. Aber wie kommen neueste Forschungsergebnisse und innovative Ideen eigentlich zu den Patientinnen und Patienten?

Am 3. November wird dieser Frage während der Auftaktveranstaltung zur Wanderausstellung des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg nachgegangen. Die Expertinnen und Experten kommen aus der klinischen Versorgung, der Forschung, der Gründerszene und der Industrie und stellen unter dem Motto „Translation neu gedacht: Wie kommt Innovation in die Medizin?“ Projekte, Ansätze und Lösungen vor, wie Translationale Medizin bereits heute umgesetzt wird.

Gelebte Translation am Universitätsklinikum Freiburg

Prof. Dr. Dr. h.c. Frederik Wenz, Leitender Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Freiburg wird dabei einen Blick auf das am Klinikum ansässige Translation Hub werfen, das innovative Therapiekonzepte untersucht und vorantreibt.

Die „Early Clinical Trial Unit“ und ihre Aufgabe bei der Beschleunigung klinischer Studien stellt Dr. Britta Lang, Leiterin des Zentrums Klinische Studien am Universitätsklinikum Freiburg vor. „Um Translationsmöglichkeiten optimal zu nutzen, bedarf es neben einer modernen, digitalen Infrastruktur für die notwendige Datenerhebung, auch der digitalen Teilhabe der Patientinnen und Patienten und Bürgerinnen und Bürger“, so Lang. „Die Universitätsmedizin Freiburg zeichnet sich durch eine etablierte Infrastruktur, umfassende Patientenkohorten und weitreichendes Fachwissen im Übertragen von Technologien aus der Forschung in die Praxis aus. Diese Faktoren sind für die konsequente Umsetzung von Innovationsstrategien essenziell.“

Dennoch können medizinische Innovationen nur dann funktionieren und zu den Patientinnen und Patienten gelangen, wenn Ärztinnen und Ärzte entsprechend vorbereitet und ausgebildet sind. In diesem Kontext wird Prof. Dr. Andy Maun, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin am Universitätsklinikum Freiburg in seinem Impulsvortrag auf aktuelle Projekte im Rahmen der Arztausbildung eingehen.

Starke Innovationen aus der Industrie durch regionale Vernetzung

Einen stellvertretenden Blick auf die Gründerszene wirft Dr. Kathrin Brenker in ihrem Vortrag, in dem sie erklärt, wie aus einer Idee ein Unternehmen wird. Die opto biolabs GmbH ist eine Ausgründung der Universität Freiburg und entwickelt innovative Lösungen für wissenschaftliche und technologische Probleme im Bereich der Optogenetik. „Wenn man solch ein Unternehmen gründen möchte, bedarf es zum einen natürlich eines gewissen Durchhaltevermögens“, sagt Brenker. „Zum anderen ist es enorm wichtig, vorhandene, regionale Strukturen wie das Gründerbüro zu nutzen und sich vor allem auch mit anderen Gründern auszutauschen. Man kennt sich in diesem Rahmen, was eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglicht.“

Peter Neske, Innovation Lead bei Pfizer, verstärkt als Podiumsteilnehmer die Runde am 3. November 2022 und wird seine Erfahrungen erläutern, wie das Zusammenspiel interner und externen Innovationen in der Pharmaindustrie gelingen kann: „Als forschendes Unternehmen sind interne Innovationen in unserer DNA. Gleichzeitig sind wir hier in Deutschland in einigen Bereichen – wie beispielsweise den Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA´s) – Vorreiter bei Gesundheitslösungen. Daraus ergeben sich spannende Begegnungen, die immer die Optimierung der Patientenversorgung im Fokus haben“, erklärt Neske. „Und gerade hier aus der Freiburger Perspektive mit unserem Produktionsstandort sind wir der festen Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Gesundheit immer zusammen gedacht werden müssen.“

„Gemeinsam für Gesünder“ im Freiburger Hauptbahnhof

Wer die Wanderausstellung des Forums Gesundheitsstandort Baden-Württemberg „Gemeinsam für Gesünder“ besuchen möchte, kann dies vom 3. bis 8. November 2022 im Untergeschoss des Freiburger Hauptbahnhofs tun. Verschiedene Präsentationsflächen zeigen in Text, Grafik, Video und Audio, wie in Baden-Württemberg am Zukunftsthema „Gesundheit“ gearbeitet wird. Besucherinnen und Besucher erhalten so einen umfassenden Einblick in die Themen der Gesundheitswelt. Vor welchen Herausforderungen steht die Branche? Welche Rolle spielt Digitalisierung? Wie werden Innovationen umgesetzt und was bringen sie den Bürgerinnen und Bürgern? Und warum ist der Gesundheitsstandort auch aus beruflicher Sicht attraktiv?

Seiten-Adresse: https://www.forum-gesundheitsstandort-bw.de/aktuelles/pressemitteilungen/vom-forschungsinstitut-ans-krankenbett-wie-funktioniert-translation